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Aus Personalwirtschaftliche Instrumente

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- zum Verhalten in und von Organisationen (insbesondere zum Entscheidungsverhalten),

- zum organisationalen Wandel,

- zum Einsatz personalwirtschaftlicher Instrumente.

Die Betriebswirtschaftslehre ebenso wie die Managementlehre gelten als anwendungsorientierte Wissenschaften. Wobei sich praktische und theoretische Überlegungen oft aneinander reiben. Jedenfalls gilt: das Verhältnis von Theorie und Gestaltung ist "kompliziert". Das ist aber kein hinreichender und schon gar kein guter Grund für eine Trennung. Unter anderem deswegen, weil man bei Gestaltungshandlungen ohne theoretische Überlegungen - und seien sie noch so rudimentär - nicht auskommt. Man sieht dies sehr deutlich beispielsweise beim Instrumenteneinsatz. Zweifellos gibt es gute Instrumente (neben weniger guten und schlechten). Aber selbst die besten Instrumente sind nicht voraussetzungslos gut. Verantwortungsvolle Praktiker sind sich dessen bewusst:


I. Es gibt keine idealen Instrumente.

Genauer ist damit gemeint, dass es keine "Musterlösung" gibt, die gleichermaßen immer und überall so Anwendung finden sollte. Die Vielfalt der Zwecke, Beteiligten und Situationen macht es notwendig, die Instrumente und deren Einsatz auf die jeweils "vor Ort" gegebenen Bedingungen abzustimmen. Daraus folgt, dass man sich bei der Konzipierung der Instrumente über mögliche Varianten und über die verschiedenen Gestaltungsparameter Klarheit verschaffen sollte ("Es gibt immer Alternativen").

II. Instrumente sind nur so gut wie ihre (potentiellen) Wirkungen.

Praktische Handlungen unternimmt man um ihrer Wirkungen willen. Entsprechend sollte man sich bei der personalwirtschaftlichen Gestaltung Rechenschaft über die beabsichtigten aber insbesondere auch über die tatsächlichen Wirkungen der Gestaltungsalternativen geben. Dabei ist zu beachten, dass diese Wirkungen nur unter bestimmten Bedingungen ("Anwendungsvoraussetzungen") eintreten werden.

III. Die Aussage "Hauptsache es wirkt" ist töricht.

Praktische Handlungen haben nicht nur eine Wirkung. Oft wesentlich bedeutsamer sind Neben- und Folgewirkungen, die man angesichts eines zielorientierten Gestaltungswillens leider oft ignoriert. Ebenso bedeutsam ist die moralisch-ethische Bewertung des Handelns. Jede Darstellung eines Instrumentes sollte daher auch eine kritische Darstellung sein. Und was für Praxislösungen gilt, gilt natürlich auch für Theorien: es gibt gute und weniger gute, voraussetzungslos ist keine.


Die einzelnen Artikel wurden von Studierenden der Leuphana Universität Lüneburg verfasst. Sie finden die Artikel, wenn Sie auf die Seite "Theorie und Gestaltung" gehen.


Ich würde mich sehr freuen, wenn Sie die Seiten mit Gewinn lesen. Für Anregungen und Kritik bin ich dankbar. Am besten, Sie schicken eine Mail direkt an mich: martin@uni-lueneburg.de.

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